Kolping Bezirk Donau
Kolping Bezirk Donau

Bezirkseinkehrtag in Schwarzach

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin, zelebriert von Generalabt a. D. Thomas Handgrätinger vom Prämosstratenzerkloster in Windberg wurde der Besinnungstrag der Kolpingsfamilien des Bezirks Donau eingeleutet. Die Eucharistiefeier wurde von Max Stadler an der Orgel musikalisch begleitet und von der Kolpingjugend mitgestaltet. Anschließend referierte der ehemalige Generalabt Thomas Handgrätinger zum anspruchsvollen Thema "Steckt Gott auch im Computer" zwei Stunden im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal des Pfarrheimes, wo auch Bezirksvorsitzender Herbert Edenhofer alle interessierten Gäste und den Referenten sehr herzlich begrüßte. Im Anschluss traf man sich zu einem gemeinsamen Mittagessen im Hofcafe Stahl in Allersdorf, wo neben dem Geselligen auch genügend Zeit zur Verfügung stand, mit dem hochkarätigen Referenten zu diskutieren.

 

  "Glauben und Bekennen gehören zusammen", so der Geistliche zu Beginn seiner Predigt; der Ort des Glaubens ist unser Herz. Gerade an diesem Besinnungstag zu Beginn der vierzigtägigen Fastenzeit rief er die Gläubigen auf, sich den Glauben wieder mehr zu Herzen zu nehmen. Eine "neue Welt" ist angebrochen, mit dem Thema des anschließenden Vortrages überschrieb der Generalabt "Digitali-sierung - steckt Gott auch im Computer?", und referierte über die Informations- und Kommunikations-technologie und deren Auswirkungen mit der wir mehr und mehr zu tun haben und der wir eigentlich gar nicht mehr ausweichen können. Er sei zwar in erster Linie Theologe, auf dem Gebiet der "High-Tech" jedoch ein Laie, der sein Wissen auf diesem Gebiet aus dem Internet bezieht. Ehrlich gesagt, so der Generalabt a. D. die Schnelligkeit ist etwas, was fasziniert und großartig ist, fast gleichzeitig überall auf der Welt mit Menschen kommunizieren zu können, sie sogar im Bild zu sehen und sprechen zu können. Kaum ist eine Botschaft formuliert und abgeschickt, ist schon die Antwort zurück, "der Mensch und sein Gerät. Der Mensch wächst mit seinem Gerät zusammen; jeder Mensch in Mitteleuropa nimmt heute sein Smartphone 30 000 bis 60 000 Mal im Jahr zur Hand, das wäre täglich durchschnittllich 130 Mal. Beobachtet man dieses Thema mehr und versucht einfach die bevorstehenden Veränderungen wahrzunehmen, so stellt sich die Frage: Wie schaut das volltechnisierte Haus der Zukunft aus, ein zentraler Rechner der alles überwacht und kontrolliert? Wie schaut das moderne Großraumbüro aus, wo der Chef alle Arbeitsvorgänge kontrollieren kann, aber auch Fehlzeiten, alle privaten Versuche, kurz auszusteigen ...?

 

Digitales Zeitalter 

Die technologische Kapazität der Welt, Informationen mit digitalen Mehrzweckcomputern weist ein enormens Wachstum auf, die Maschinen werden besser, jeden Tag; sie können heute schon Dinge, die vor kurzem unvollstellbar waren, der wirkliche Wettbewerb ist der Wettbewerb Mensch kontra Maschine. Man orientiert sich nicht mehr an Mitbewerbern, sondern nutzt die Technologie immer weiter, um die Kunden zufrieden zu stellen. Wenn immer mehr digitalisiert und automatisiert werden kann, so Thomas Handgrätinger, dann wird es immer weniger sichere Jobs für die Menschen geben. Immer bessere Vernetzungen bringt Spracherkennung, Schrifterkennung oder Vorhersagewerkzeuge und dieser Prozess erscheint alle Bereiche und Branchen zu erfassen. Wie wird dieses Thema in der Kirche selbst angegangen und verfolgt. Der im letzten Monat im Vatikan von der "Akademie für das Leben" abgehaltene internationale Kongress zum Thema "Roboethik, Menschen, Maschinen und Gesundheit , Auswirkungen auf das Leben der Menschen, brachte als Resümee, "Die Kirche wolle keine vorgefertigten Lösungen bieten, sondern zur Diskussion beitragen; in vielen Bereichen gäbe es viele und drängende Fragen. 

  "Jugend, Glaube und Berufungsfindung" schreibt der Papst, bezüglich des "Neues in der digitalen Entwicklung", darin wird davon gesprochen, dass wir nicht nur die digitale Welt benutzen, sondern dass wir in einer hochdigitalen Kultur leben, die einen tiefen Einfluß auf unsere Vorstellung von Raum und Zeit hat, auf unser Selbstverständnis, auf das Verstehen der anderen, in Beziehung mit anderen treten. Es sei nicht die Frage, so Kardinal Marx in einem Beitrag dazu, ob sich die Digitalisierung auf unser gesellschaftliches Zusammenleben auswirkt, sondern nur noch wie?. In der heutigen Zeit verwenden 99% der Jugendlichen das Internet, 69% sagen das Internet mache glücklich. Papst Franziskus spricht immer wieder von einer Digital-Kultur und von einem Nahe-Verhältnis, das auf Wahrheit gebaut sein muss. Er betont dabei mehr die Chance als die Gefahr, mehr den verantwortlichen Umgang, als den Missbrauch. Der Referent betonte hierbei, dass dies dies nur Schlaglichter seien, wie in der Kirche mit den neuen Medien umgegangen wird, es wird der Vorrang des Menschen vor der Technik betont, wobei die großen Möglichkeiten gesehen und gewürdigt werden und zugleich die Gefahren vor einem unkontrollierten Gebrauch angesprochen werden.

 

"Künstliche Intelligenz"

  Die vielleicht spannenste Frage unserer Zeit, ist die so. "Künstliche Intelligenz", es geht um unser Menschsein und unsere Zukunft, so der Generalabt a. D.. Die Informationstechnologie habe Computersysteme hervorgebracht, deren Leistung vor nicht allzu langer Zeit noch unvorstellbar erschien. Mobile Telefone übersetzen Texte einer Sprache in eine andere, auf den Straßen fahren selbststeuerende Autos und und. Die grundsätzliche Frage hierzu ist, Ensteht wirklich eine künstliche Intelligenz, ein künstliches Bewußtsein oder ein künstlicher Geist? Beginnt nun das Zeitalter der Maschinen, der Roboter, wobei dann der Mensch nur noch eine untergeordnete Rolle spielt? Bei vielen Systemen wird versucht, die Funktionsweise des Gehirns nachzubilden; das Ziel wäre also, eine Maschine zu entwickeln, ähnlich unseres Gehirns, die sich sozusagen selber weiter entwickeln könnte, die selber weiter programmieren, weiter lernen könnte und neue Ergebnisse, Einsichten kreiren könnte: eine selbst lernende Maschine. Der Vortragende nannte hierzu einige Beispiele, Bild- und Gesichtserkennung mit unglaublicher Präzision bei der Fahndung, Aktienkursvorhersagen, Wettervorhersagen, Diagnose von Krankheiten. Die Reihe ließe sich noch beliebig fortsetzen, ist dies schon "Intelligenz"? Es ist nicht zu erwarten, dass sich die Maschinen sich selbst weiter entwickeln und ihre eigenen Ziele verfolgen können; im Gegenteil gibt es gute Gründe für die Annahme, dass Intelligenz, Bewußtsein und Geist an einen biologischen Körper gebunden sind und gebunden bleiben. Der Philosoph Hildesheim meinte abschließend: "Wir werden wohl nie einen Computer küssen wollen, das bleibt immer uns Menschen vorbehalten!"  Was hat das alles mit Gott zu tun? In der Theologie geht es um Gott, um die Lehre von Gott, um das Reden über Gott. Der Mensch stellt die Frage nach dem Woher und Wohin, nach dem des Lebens und des Todes. Als Kinder wurden wir ermahnt und daran erinnert, dass dieser Gott über uns wacht und liebt, dass er alles sieht und weiß.

 

  Die Möglichkeiten heutiger Digitaltechnik grenzen ans Unendliche, Milliarden von Daten laufen im Internet, werden versandt und werden empfangen, aber auch aufgezeichnet und ausgewertet. Jeder Datenzugriff und jede Botschaft ins Internet gestellt, hinterlässt Spuren und ist jederzeit abrufbar und kontrollierbar, "das Internet vergißt nichts und verzeiht nichts". Es gibt keine Sicherungssysteme, die nicht wiederum geknackt werden können. Wer sich ständig überwacht fühlt, wird sein Verhalten ändern zu Lasten einer autonomen, freien Meinungsäußerung.

 

  Das Auge Gottes, als Schutz und Begleitung, als Zuwendung und Lebensermöglichung, dies, so Thomas Handgrätinger, können wir wohl bei Jesus ablesen. An vielen Stellen der Schrift wird betont, wie Jesus den Menschen begegnete, wie er sie anblickte, wie er sich ihnen zuwandte mit einem aufmerksamen, offenen und liebenden Blick. Da ist nichts zu finden von Herablassung, abschätzigem Betrachten, Übersehen oder ausweichen; Jesus wendet sich den Menschen zu und blickt ihnen ins Gesicht. Können wir die virtuelle Welt so verstehen und als Schlüssel verwenden, einmal, dass da ganz andere Welten als unsere so reale irdische Welt denkbar und erfahrbar sind - eine unendliche virtuelle Welt, dass da noch andere Horizonte und ungeahnte Möglichkeiten offen stehen, die unsere Alltagsbanalitäten weit übersteigen - und dabei stehen wir da erst am Anfang, einer revolutionären Entwicklung, dass sich Dimensionen auftun, die alle unsere Fantasievorstellungen weit überragen und übersteigen? Zum Abschluss seines zweistündigen, wirklich hoch interessanten Vortrages meinte Generalabt Thomas Handgrätinger, dass er ohne Cyberwelt aufgewachsen sei, hatten zuhause nicht einmal einen Fernseher - fühle mich jetzt schon angeregt und herausgefordert. Der liebe Gott steckt auch im Computer, ja, Er ist uns immer voraus.

Bezirksadvendsfeier in Pfaffenberg

Bezirkswallfahrt Bogenberg 2018

Infotage Lambach 2018

Sichtlich zufrieden zeigte sich 1. Vorsitzender Herbert Edenhofer mit den 14. Infotagen des Bezirksverbands Donau, die gemeinsam mit der Katholischen Erwachsenenbildung Deggendorf und der KEB Straubing in der Kolping-Bildungsstätte Lambach organisiert wurden. 43 Teilnehmer waren seiner Einladung gefolgt, darunter auch viele von ihm persönlich geworbene Nichtmitglieder. Das Kolpinghaus in Lambach zeigte sich nicht nur wegen des strahlenden Sonnenscheins von seiner besten Seite. Allein schon das Wohlfühlwochenende hätte sicherlich die große Begeisterung der Teilnehmer erklären können, angefangen von der freundlichen Aufnahme, den schönen Zimmern, dem Rundumservice bis zu dem sagenhaften Buffet, das es beim Blick auf den kleinen Osser zu genießen galt.

Doch die Infotage des BV Donau boten noch viel mehr. Dieses Jahr wurden die Teilnehmer erstmals von der der stellvertretenden Vorsitzenden Rosa Limbrunner mit dem Bus an ihrem Wohnort abgeholt. Stressfrei und umweltfreundlich führte der Weg unter dem Kolping-Leitsatz „Nur mutig vorwärts, Gott wird für die Zukunft sorgen!“ über die Asamkirche St. Anna in Gotteszell, den Waldwipfelweg in Maibrunn und die Gläserne Scheune in Schönau, wo sich neue Einblicke in gelebte Glaubenszeugnisse, den Umgang mit Aberglauben und den naturgewaltigen Lebensraum eröffneten.

Der Samstag wartete mit zwei hochkarätigen Vorträgen auf. Holger Frischhut, stellv. Landesinnungsmeister des bayer. Kaminkehrerhandwerks und überzeugter Pfarrgemeinderat gewährte in seinem Vortrag „Ist mein Job noch sicher? – Digitalisierung und Arbeit 4.0“ einen Einblick in die Arbeitswelt von morgen, die heute bereits Wirklichkeit geworden ist. Richtig genutzt ist sie für den Menschen ein Gewinn, so sein Fazit. Am Ende waren sich Referent und Zuhörer einig: Wichtig ist es, auch die christlichen Wertvorstellungen in die Arbeitsprozesse einzuflechten, damit der Mensch im Mittelpunkt eines gesunden und erfüllenden Arbeitslebens steht. Gut zu wissen, dass sich Handwerk und Politik ihrer Verantwortung für den Menschen bewusst sind.  Der Nachmittag gehörte Prof. Dr. Kurt Naber, der über den Beginn der Antibiotikatherapie referierte. Der Deutsche Gerhard Domagk entwickelte das weltweit erste Antibiotikum und bekam dafür 1939 den Medizin-Nobelpreis. Ein gesundes christliches Weltbild erleichterte es ihm, notwendige Grenzen in der medizinischen Ethik zu ziehen. Wegen des sorglosen Einsatzes von Antibiotika bergen heute resistente Bakterien neue Gefahren, denen wir uns noch zu wenig bewusst sind. Sein hoffnungsvoller Ausblick: Wie damals gibt es in Deutschland wieder Pioniere in der Antibiotikaforschung. Mit wertvollen Tipps für den eigenen Umgang mit Antibiotika wurden viele auf den Nägeln brennende Fragen beantwortet.

Für Entspannung und körperliches Wohlbefinden sorgten Gymnastikeinheiten und der Weg zur Herz-Jesu-Kapelle. Geselliges Zusammensein darf bei Kolping natürlich auch nicht fehlen. Es stand nach dem Abendessen auf dem Programm.

Den religiösen Höhepunkt bot der Sonntag. Dekan Johann Plank aus Straubing zelebrierte den Gottesdienst und referierte anschließend zu dem Thema „Mit Herz und Händen Gott erfahren“ rhetorisch brillant über die Entstehung der heiligen Messe und die Bedeutung der Eucharistie für die Christen. Es eröffneten sich verblüffende Einblicke über das historische und das dogmatische „warum“ der Eucharistiefeier.

Vorsitzender und Teilnehmer dankten der Organisatorin Rosa Limbrunner mit einem kräftigen Applaus für das perfekt abgestimmte Programm und die Rundumbetreuung vor Ort, was die Infotage zu einem echten Bildungserlebnis machte.  Mit der Rückfahrt über den Marienwallfahrtsort Neukirchen beim Heiligen Blut, die Führung durch die Wallfahrtskirche, den Klostergarten und die Wachskunstgalerie gingen drei erholsame und inspirierende vergnügliche Tage zu Ende.

 

Vorstandssitzung Januar 2018

Familienwallfahrt September 2017

Pressefoto Familienwallfahrt auf den Bogenberg
Kolping BZ Wallfahrt 2017 Foto.pdf
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Pressebericht Familienwallfahrt auf den Bogenberg
Kolping BZ-Wallfahrt 2017 Bericht.pdf
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Bezirksversammlung Mai 2017

Vorstandssitzung Januar 2017

Bezirksinfotage in Lambach 2016

Neuwahlen der Bezirksjugend 2016

Anstehende Termine:

2019:  
15.09. Bezirkswallfahrt
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